DIY fail + fix #1

Im Studio ganz hinten rechts unterm Tisch steht ein Umzugskarton, schon seit ich eingezogen bin, an dem ist nur eine kleine Klappe offen, so dass man schnell etwas hineinstopfen kann, ohne genau hinein sehen zu müssen.

In diese Kiste stopfe ich alle textilen Blindgänger, alle Fehlversuche und alle angefangenen Sachen, die ich aus irgendeinem Grund nicht vollenden kann. Oder mag. Meistens, weil der Verdacht begründet ist, dass das Ergebnis scheußlich ausfällt. Die Kiste ist randvoll.

Nun bin ich schon ein paar Monate hier und gerate platztechnisch so langsam an meine Grenzen.
Das heißt, ich kann mich nicht länger vor der Entscheidung drücken, ob ich mühselig angefangenes nun wegwerfe, oder nochmal neu mache.

So ziehe ich nun alle Kartonproduktionen nach und nach wieder zum Vorschein und entscheide.
Das hier ist also Scheußlichkeit Nummer 1:

raquel ockmonek
Der erste Gedanke war: Auweia. Und ‚ich nenne es Tribute to Rachel Ochmonek‘.
Dabei hat es so gut angefangen. Der Schnitt ist eingentlich süß, ein etwas abgewandeltes Gratis-Schnittmuster von Marimekko (HIER), und der Jersey sah -auf dem Markt zumindest- toll aus.
Nur beides zusammen ist offensichtlich keine so gute Idee. Der Stoff ist zu schwer und hängt wie ein Sack an einem runter, und das Muster macht selbst Magermodels zu Matronen mit Elefantenhüften.

Einfach wegschmeißen bringe ich trotzdem nicht fertig; also hier der Rettungsversuch:

2015-04-27 22.16.44
Die komischen Ärmel wurden entfernt, das Muster umgedreht, schmaler und kürzer gemacht und leicht tailliert.
Dazu kommen noch Fledermaus-Ärmel und ein U-Boot-Ausschnitt statt V-Ausschnitt.
Es ist immernoch ein bißchen sackig, aber jetzt würde ich es anziehen.

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