Schlaaaaaaaaaaaand!
:)

Beim Fußball gewesen. Mein erstes Länderspiel live. Und prompt verloren.
Egal, ich war eh nicht wegen des Spiels da, Fußball hat mich nie sonderlich interessiert.

WIr sind da so reingeraten, irgendwie hat der Schotte irgendwo her Karten aus dem Ärmel geschüttelt, billigste Plätze, Blick auf’s Tor und lauter seltsame Menschen um uns rum. Das letzte Mal, dass ich beim Fußball war ist bestimmt 15 Jahre her. Das war auf Pauli, und die Verhältnisse waren ähnlich, aber die Stimmung am Heiligengeistfeld war damals wesentlich besser.

Dafür ist das Berliner Olympiastadion eine deutlich beeindruckendere Kulisse, als das damalige Hamburger Matsch-Vergnügen. Ich lasse mich ja immer wieder gerne von historischen Bauten beeindrucken, im Guten, wie im Schlechten. Und die massiven Bauten der braunen Periode jagen mir regelmäßig einen Schauer über den Rücken.

Abgesehen davon war das eine ausgezeichnete Belastungsprobe für mein Hinkebein. Fazit: Ich laufe jetzt wieder. Keine Lust mehr auf Krank sein. Sobasta.

Wenigstens bis Samstag.

Schon gelesen?:

Hamburg – Der milde Herbst wird ganz plötzlich verschwinden: Am Freitag wird innerhalb kürzester Zeit der Winter einziehen, kündigte der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch an. Begleitet wird der Wetterumsturz teilweise von Gewittern und Stürmen. Laut Meteorologen könnte es “das spektakulärste Wetterereignis seit dem Orkan ‘Kyrill’ im Januar 2007″ werden.

Quelle: SpOn

Am Samstag sind wir wieder auf dem Markt.

Sch…

Blah. Nicht lesen, wenn in Eile.

Denn es gibt nichts Wichtiges zu erzählen, also eilt lieber weiter. Schuldigung.

Mein Bruch lässt sich viel Zeit mit dem zusammenwachsen. Das Sofa, das meinen Zeh auf dem Gewissen hat, wurde an eine andere Wand strafversetzt. Es steht jetzt brav und harmlos in der Ecke unter’m Fenster und ich seh’ mich als nächstes mit Anlauf gegen das Bett rennen. Aber dazu muß ich erstmal wieder laufen können.

Spätestens jetzt wird klar, wie umbedingt sinnvol ein Job ist, für den man im Zweifelsfall nur einen Rechner mit Internetanschuß braucht. Und einen netten Mann, der einem den Kaffee bringt:)

Genäht habe ich tatsächlich auch, aber der ewige Datenstau auf den Katalogseiten von DaWanda geht mir so derartig auf die Nerven, dass ich davon absehe, neue Artikel einzustellen, bis sich jemand, der sich damit auskennt, der Sache angenommen hat und DaWanda endlich so funktioniert, wie man es sich eigentlich als selbstverständlich vorstellt. Im Moment ist das nicht der Fall.
Also, was tut man? Sich durch das Internet lesen und staunen:

<ironie>Danke, Herr Heilmann, vielen Dank. Vorher kannte Sie kein Mensch, jetzt wissen alle, “Ach, dass ist doch…war da nicht was mit der Stasi?…” Applaus, Applaus, Applaus!, so zerlegt man sich selber und niemand sonst muss sich an ihnen die Finger schmutzig machen. Das nenn’ ich mal Gesellschaftsfähig, der sich-selbst-demontierende Politiker, haha. Ich finde das großartig, wirklich.</ironie>

Jaja, ich weiß, Politisches ist Gift in Blogs, ich weiß das. Aber Wikipedia ist mir heilig, es gibt faktisch keinen Tag, an dem ich nicht irgendetwas nachschlage. Nicht, das jetzt alle Nase lang einerkommt, der sich da falsch dargestellt fühlt, das wäre, glaube ich, ziemlich nervig.

Tür zu.

Schluss mit lustig.

Kann ja nicht sein, dass da seit Tagen nichts mehr stattfindet und immer noch mehr Menschen da durch rutschen als hier.

Autschn.

Zeh gebrochen.

Heute morgen guck’ ich aus dem Fenster und sehe hinter’m Haus einen Trupp Feuerwehrmänner in Montur, zwei gelangweilte Polizisten und einen Sanitäter, und sie allesamt mit einer Leiter an der Fassade herumwerkeln.

Daraufhin stehe ich auf und spaziere betont uninteressiert ans Küchenfenster. Man will ja nicht der blöde Gaffer sein. (Menschliche Neugier kann manchmal so nerven! Vor allem, wenn es die eigene ist!)

An der Strasse vor dem Fenster steht jedenfalls einigermaßen erwarteter Weise ein Feuerwehrwagen, ein Polizeiauto und der zweite Sanitäter mit seinem Gefährt.

Aus der Wohnung schräg über uns hört man es rumoren. Dort wohnt ein älterer Herr, mit dem scheint was nicht in Ordnung zu sein. Mir wird etwas mulmig. Ich mag’ schlechte Nachrichten nicht. Hat der etwa seine Wohnung angezündet? Herzattacke vielleicht? Herzgeschichten sind die häufigste Todesursache. Tragen die da etwa gleich seine Leiche durchs Treppenhaus?!

Ich kann mich toll in solche Ideen reinsteigern.
Und dann bin ich direkt beleidigt, wenn die Feuerwehrleute, die über den Balkon hinter’m Haus eingebrochen sind, und sich in meiner Fantasie durch Feuerwalzen und Rauchwände gekämpft haben, um einen Toten zu bergen, dann nach nur wenigen Minuten völlig unbedarft und leicht genervt durch das Treppenhaus zurück hinter das Haus schlendern, um ihre Leiter abzuholen. Von Katastrophe keine Spur.

Die Sanitäter sind schon weg und die Polizei macht sich ein paar Notizen und trinkt Fanta.
Falscher Alarm, der Alte lag nicht regungslos im Inferno, er war gar nicht da.

Fast ein wenig enttäuscht, weil um eine gute Anekdote geprellt, maschiere ich zurück richtung Rechner und knalle unterwegs mit dem Fuß genau gegen die eine scharfe Kante. Zum ersten Mal in diesem Leben was gebrochen. Was Kleines nur, aber das reicht mir. Und ist – ganz abergläubisch betrachtet – vielleicht die Strafe für’s Enttäuscht sein. Oder auch nicht.

Der Barbier…

…sagt: “Dein Kopf muss mit dem Kühlschrank streiten:”

WAS?!
Ich sitze bei einem türkischen Barbier am Kotti auf einem wackeligen Kunstlederstuhl und höre zu, wie der Barbier meinem Schotten beim bartscheren seine Diättricks verrät. “Kein Mehl. Du isst bestimmt Mehl, damit musst du aufhören. Eigentlich ist das ganz einfach:”

Der Kotti gilt als “Hauptdrogenumschlagplatz” und es wird empfohlen, sich die Stadt anderswo anzugucken, nicht gerade hier. Gefährlich ist allerdings auch was anderes, es tut einem keiner was, wenn man einfach über die Strasse geht oder so. Wenn man die Trinker, Junkies, Dealer und zwielichtigen Gestalten dort nicht beachtet, dann beachten die einen auch nicht.

Ich dachte, wenn ich den Schotten zum Haare schneiden begleite ist das eine schöne Gelegenheit, einen Blick hinter die Kotti-Kulisse zu werfen. Als Passant kratzt man ja immer nur an der Oberfläche, das eigentliche Szenario kriegt man meistens gar nicht mit. Aber beim Haarkünstler am Platz gehen sie alle ein-und aus. Wenn einer die Szene kennt, dann der Friseur.

Wie erwartet kommen und gehen eine Menge Leute, die ich nicht im Dunkeln treffen möchte. Typen mit schlecht verheilten Nasenbrüchen, fiesen großen Kötern (eigentlich mag ich Hunde, aber nicht so), Goldketten um den Hals, wie man sich das Milieu eben vorstellt. (Es kommen auch andere, aber die find’ ich uninteressant).

Und dann das. Anstatt sich über finstere, geheime, illegale Geschäfte auszutauschen ratscht der Babier über Diät und Ernährung. Und über Frisuren natürlich (“Den Bart auf zwei oder auf drei Millimeter?”). Friseure. Alle gleich.

Lustig anzusehen aber das kleine Häufchen feuerrote Schottenhaare in dem großen Berg schwarz-schwarz/grau.

Neues

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Dieses Blog wird von einer überzeugten target”_blank”-Verfechterin geführt:) Das heißt: Alle Links öffnen sich in neuen Fenstern. Immer. Es sei denn, ich habe es vergessen. Das wäre dann die Regel zu der Ausnahme im Land der Ausnahmen mit Regeln und geregelten Ausnahmen.

Nur nicht verwirren lassen!

Und Nase putzen nicht vergessen:



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