Ganz knapp zum Ende des Jahres führe ich noch eine neue Kategorie hier ein, von der ich nie im Leben gedacht hätte, dass sie mal hier auftaucht: Rezepte.
Backen für Anfänger in diesem (meinem) Fall.
Da, wo ich herkomme, backt man traditionell jedes Jahr zum Neujahrstag Neujahrshörnchen mit Zimt.
Das haben Oma und ich heute Nachmittag getan, nach einem alten Rezept von Uroma, das wir hier und da etwas…hmja…verfeinert haben (“improvisiert” that is).
Man braucht:
125g Mehl
1/2 Tasse Milch oder Sahne
60g Butter
60g Zucker (gelöster Kandis, Anm.)
1-2 Eier
1 Prs. Zimt (oder Anis)
1 Prs. Salz
Wir hatten, glaube ich, mehr Butter, mehr als nur eine Prise Zimt, Milch UND Sahne (UND nachher noch Wasser), beschämender Weise keinen Kandis mehr sondern Zucker und aber viel Spaß.
Das komische silberne Dingens hinter dem Zucker und dem Mehl ist das wichtigste überhaupt, das Eisen. Mit einem normalen Waffeleisen funktioniert die Hörnchenbackerei vermutlich nicht, oder nur schlecht.
Der Teig ist eigentlich schnell zusammengeschmissen. Mehl und Sahne/Milch/Wasser verrühren, Eier dazu, gelöste Butter dazu, Kandiswasser dazu, bißchen Zimt, bißchen Salz, fertig.
Der Teig muss schön flüssig sein.
Und dann wird’s gemütlich, dann wird gebacken. Das dauert etwas, aber wenn man eine Oma hat, die über einen über 80-jährigen Anekdoten-Schatz verfügt, dann geht das fix.
Dazu eine Tasse Kaffee, einem Hund, der neben der Heizung liegt und schläft und einen Gartenblick mit Schnee, Schnee und noch mehr Schnee (hier schneit es wirklich wie doof).
Und einen Opa, der im Wohnzimmer in seinem Sessel sitzt und erfrischenderweise nicht Zeitung liest, sondern auf seinem Laptop Terra X guckt. Das nimmt den Gesamtbild ein wenig den Kitsch:)
Zurück zu den Hörnchen: Nach dem backen, und zwar unmittelbar, nachdem man sie aus dem Eisen gefischt hat, werden sie eingerollt. Das muss schnell gehen, denn wenn sie abkühlen werden sie hart und zerbröseln schnell.
Sahne rein, fertig:)
Guten Rutsch!






